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Keine Angst vor Leber, bitte!


Die Leber

Ich weiß, viele von euch ekeln sich vor Leber, kommen mit der Konsistenz nicht klar oder haben Angst sie überhaupt mal zu probieren. Dabei lohnt es sich so sehr, Leber in den Speiseplan einzubauen, vor allem wenn man aufgrund einer CED auf eine gute Nährstoffversorgung angewiesen ist. Die Leber hat es nämlich echt in sich.

Viele Nährstoffe

In ihr befinden sich u.a. sehr viel Vitamin A (so viel, dass man Leber nicht zu häufig konsumieren sollte), verschiedene B Vitamine (B2, B3, B5, B6 und B12), Vitamin K, Folsäure, Cholin, Kupfer, Selen, Phosphor und Eisen. Mit 100 g Leber deckst du schon 3/4 deines täglichen Eisenbedarfs – das schafft kaum ein anderes Lebensmittel. Selbst 52 i.E. Vitamin D stecken in 100 g Leber. Das sind immerhin 7 % des Tagesbedarfs. Den Rest holst du dir über die Sonne ;-). Außerdem hat Leber alle essenziellen Aminosäuren und kann daher einen guten Beitrag zur Regeneration der Darmschleimhaut leisten.


Vorteile gegenüber Muskelfleisch

Außerdem ist Leber im Vergleich zu Muskelfleisch äußerst weich und deshalb leichter zu verdauen. Und das Beste: sie ist viel günstiger im Preis. Eine gute BIO-Geflügelleber kostet ca. 1 EUR pro 100g.

Aber ist Leber nicht voller Giftstoffe?
Nein, das ist ein Mythos. Leber spielt zwar in der Entgiftung des Körpers eine wichtige Rolle (sowohl bei Tieren als auch bei Menschen), die Giftstoffe werden jedoch NICHT in der Leber gespeichert, sondern anschließend von der Niere ausgeschieden oder in Fettdepots gelagert. Nicht in der Leber selbst also.

Verzehrempfehlung

Ich empfehle aufgrund des doch sehr hohen Vitamin A Gehalts (deckt zu 1400 % den Tagesbedarf, d.h. ausreichend für 14 Tage) einen Leberverzehr alle 2 Wochen. In der Schwangerschaft wird von der Leber aufgrund des hohen Vitamin A Gehaltes abgeraten. Vor allem, wenn man ein Multivitamin Präparat mit Vitamin A während der Schwangerschaft zu sich nimmt, denn dann könnte das zu viel des Guten werden.

Geschmack

Die mildeste Leber ist die vom Geflügel. Ich würde dir daher raten, dich mit Geflügelleber an den Geschmack langsam heranzutasten. Wem selbst Geflügelleber noch zu streng im Geschmack ist, kann diese über Nacht in Milch einlegen. Dadurch wird sie noch etwas milder. Angebraten mit Apfel und Zwiebel (sofern das vertragen wird) und auf Kartoffelbrei gebettet ist die Leber eine richtig leckere Mahlzeit. Ich mochte Leber allerdings schon als Kind und finde sie in jedem Fall extrem schmackhaft.

Und jetzt...: Auf zum Biomarkt oder deinem Bauern des Vertrauens und eine Portion Leber besorgen. Es ist an der Zeit, Omas alte Rezepte wieder auszupacken. Lass es dir schmecken :)


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